Meet and Greet with USA


Wir haben sie wieder :) Nach Marlens vier wöchigem USA-Aufenthalt, setzt sie ihre Kolumne fort und berichtet über ihre spannenden Erlebnisse in den Staaten!

Die Euphorie, die der Blick aus dem Fenster des Flugzeugs auslöste war kaum zu übertreffen. Da lagen sie vor uns, die United States, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Viel zu langsam löste sich die Schlange im Flugzeug auf, die uns den Eintritt in die bunte, schillernde Welt noch verwehrte. Kaum einen Fuß auf amerikanischem Boden, ließen wir es uns trotz Übermüdung nicht nehmen, unsere Freude laut kundzutun. Doch lange hielt sie nicht an, die besagte Hochstimmung, den unbegrenzten Möglichkeiten wurden schlagartig Fesseln angelegt. Vor uns lag die nächste Schlange, stundenlanges Anstehen inklusive, deren Ende lange Verhöre, Augenscann und das Nehmen unserer Fingerabdrücke verhieß. Uns, die Big Brother nur aus dem Fernsehen kannten, wurde schlagartig bewusst, dass Bewegungsfreiheit und Ungebundenheit in den USA nicht zur Tagesordnung gehören. Wir beschlossen jedoch galant über diesen misslichen Punkt hinwegzusehen und fanden uns schon wenige Stunden später, geblendet von Anzeigetafeln und Lichtern, auf dem Time Square wieder. Dankbar darüber Großstädte gewohnt zu sein, erkundeten wir jede Ecke New Yorks. Shoppen in Queens, die eigene Wohnung erträumen in Greenwich, mit dem Kaffee in der Hand durch Manhattan schlendern und das Genießen unserer Neighbourhood in Harlem.

Nach 8 Tagen und schmerzenden Füßen zogen wir weiter nach Chicago, wohnten dem Sieg der Blackhawks bei und ließen uns von dem Enthusiasmus anstecken, auch wenn wir uns nur schwerlich durch die Straßen bewegen konnten. LA als nächster Stopp brachte uns endlich Entspannung. Blauer Himmel, blaues Meer, vom lauten Hostel, in welchem wir uns in einem Mehrbettzimmer einquartiert hatten, abgesehen. Doch auch das gehört zu einem USA-Trip dazu, befanden wir, und nahmen gutmütig die nächtlichen Sprachattacken unserer Zimmergenossinnen hin. Gut gelaunt mieteten wir uns in den nächsten Tagen ein Auto, unser Roadtrip stand bevor. Nicht bedacht hatten wir das Ausfallen des Navis mitten in der Wüste, auf dem Weg zum Grand Canyon. „Wenn Sie anhalten müssen, bloß nicht aussteigen“ – so stand es im Reiseführer. Doch was tun, wenn man im Wageninneren einfach kein Netz hat???

Nachdem wir die Hitze überwunden und die Autovermietung erreicht hatten, konnten wir unsere Reise fortsetzen, vorbei an geplatzten Reifen und hin und wieder ein paar Büschen am Straßenrand. Beeindruckt vom Sonnenaufgang im Grand Canyon und dem Schauspiel der Natur im Bryce Canyon, fanden wir, dass uns ein Kontrast gut tun würde und quartierten uns in Vegas ein. Margarithas für 99 Cent und All you can eat Buffets waren unsere größten Erlebnisse, die grelle und laute Casino-Meile faszinierend und abschreckend zugleich. Der Amerikaner liebster Urlaubsort hat seinen Namen nicht umsonst verdient, wer spielen möchte, findet hier sein persönliches Paradies. Raus aus BlingBling und dem Sound der Automaten, fuhren wir in den Yosemite Park, bewunderten meterhohe Wasserfälle, wenn wir nicht von Moskitos abgelenkt wurden.  In San Francisco fanden wir unseren letzen Stopp. Die Golden Gate Bridge, von Nebel verschluckt, konnte unsere Laune nicht trüben, schließlich fanden wir uns im Garten Eden der Jeans-Läden wieder. Leider mussten wir unsere mitgebrachten Klamotten der Stadt überlassen, um die neuen Errungenschaften unter die 20 Kilo Grenze der Fluggesellschaften zu zwingen. Ein Monat voller Ereignisse hat mich letztendlich wieder zurück zu DailyDeal geführt, wo ich jetzt wieder an meinem Schreibtisch sitze. Danke für den langen Urlaub, DD ;)